Eine Person fotografiert Kuchen und Getränke auf einem Tisch in einem Café.
Ca. 3 Minuten Lesezeit, gepostet in Foto-Tipps

Food-Fotografie: Tipps, um kulinarische Momente einzufangen

Food-Fotografie lebt von Authentizität, Stimmung und Appetitlichkeit. Dafür braucht es kein professionelles Studio oder teures Equipment. Mit etwas Gespür für Tageslicht, passender Dekoration und einer durchdachten Bildkomposition lassen sich zuhause beeindruckende Food-Fotos umsetzen. Mit unseren Tipps entstehen lebendige Aufnahmen, die Lust aufs Nachkochen machen und sich ideal für persönliche Fotoprodukte eignen, etwa als Rezeptkalender oder Rezeptbuch für Familie und FreundInnen.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen, worauf es bei Lebensmittel- und Food-Fotografie ankommt, und geben Tipps, wie Sie mit einfachen Mitteln natürliche, stimmungsvolle Bilder gestalten.

 

Die Geheimzutat für gute Food-Fotos: Tageslicht

Natürliches Licht ist der wichtigste Verbündete der Food-Fotografie. Es sorgt für weiche Schatten, echte Farben und eine angenehme Bildwirkung.

Darauf sollten Sie achten:

  • Fotografieren Sie das Essen möglichst in der Nähe eines Fensters mit indirektem Tageslicht. Ein Esstisch oder eine Arbeitsfläche direkt neben dem Fenster eignet sich ideal.
  • Direktes Sonnenlicht sollten Sie vermeiden, da es harte Schatten und starke Kontraste erzeugt. Ein leicht bewölkter Tag und ein dünner Vorhang wirken oft wie ein natürlicher Diffusor.
  • Nutzen Sie reflektierende Oberflächen, um das Licht sanft zurückzuwerfen, wie weiße Wände, helle Teller, ein einfaches Blatt Papier oder ein helles Geschirrtuch.

So entsteht eine gleichmäßige Ausleuchtung, die das Essen auf den Fotos frisch und appetitlich aussehen lässt.

Hintergrund und Unterlage: Natürlichkeit wirkt am besten

Der Hintergrund spielt eine entscheidende Rolle, sollte dem Essen aber nie die Show stehlen. Weniger ist hier eindeutig mehr.

Bewährte Materialien sind:

  • Holz (Schneidebretter, Tisch, Arbeitsfläche)
  • Leinen oder Baumwollstoffe
  • Stein- oder Betonoptik

Ein schlichter, ruhiger Hintergrund lenkt nicht vom Hauptmotiv ab und bringt Farben und Strukturen der Lebensmittel besser zur Geltung. Achten Sie darauf, dass Hintergrund und Unterlage farblich mit dem Gericht harmonieren.

Komposition und Perspektive: Der richtige Blickwinkel macht den Unterschied

Die Perspektive entscheidet darüber, wie ein Gericht wahrgenommen wird. Unterschiedliche Speisen profitieren von unterschiedlichen Blickwinkeln.

Beliebte Perspektiven in der Food-Fotografie:

  • Vogelperspektive (Top-Down): Ideal für flache Tellergerichte, Bowls oder mehrere Komponenten auf einmal.

  • 45°-Winkel: Besonders geeignet für Drinks, Burger oder „gestapelte“ Speisen.

Kleine Requisiten helfen dabei, eine Geschichte zu erzählen:

  • Besteck
  • Servietten
  • Frische Kräuter
  • Gewürze oder Zutaten des Gerichts

Wichtig: Requisiten gezielt einsetzen – sie sollen unterstützen, nicht ablenken.

Farben und Kontraste bewusst einsetzen

Frische Farben lassen Gerichte lebendig erscheinen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Grüne Lebensmittel: Frische Kräuter, Salat, Avocado

  • Rote Lebensmittel: Tomaten, Paprika, Beeren

  • Gelbe oder orange Lebensmittel: Zitrusfrüchte, Kürbis, Paprika

  • Braune oder beige Lebensmittel: frisch gebackenes Brot oder Nüsse als harmonische Akzente

Tipps für harmonische Food-Fotos:

  • Zutaten, Geschirr und Dekoration sollten farblich aufeinander abgestimmt sein.
  • Zu viele verschiedene Farbtöne vermeiden, damit das Bild ruhig und stimmig bleibt.
  • Kontraste gezielt einsetzen, z. B. helles Essen auf dunklem Untergrund fotografieren und umgekehrt.

Nachbearbeitung: Natürlichkeit bewahren

Auch das beste Foto profitiert von einer sanften Nachbearbeitung. Ziel ist es, die natürliche Wirkung zu verstärken und das Foto nicht zu verfälschen.

Darauf kommt es bei der Nachbearbeitung an:

  • Helligkeit und Weißabgleich leicht anpassen
  • Kontrast vorsichtig erhöhen
  • Farben natürlich halten

Filter sollten nur sehr sparsam eingesetzt werden, da diese oft zu sehr in den realistischen Look eingreifen.

 

Aus Food-Fotos werden persönliche Erinnerungen

Food-Fotos eignen sich hervorragend, um daraus bleibende Erinnerungen oder Geschenke zu erschaffen. Besonders beliebt sind:

  • Rezeptkalender mit saisonalen Lieblingsgerichten

  • Rezept-Fotobücher für Familie, FreundInnen oder KollegInnen

  • Thematische Kochbücher, z. B. „Unsere liebsten Sonntagsrezepte“ oder „Aus unserer Weihnachtsbäckerei“

Tipp: Eine schöne Inspirationsquelle ist unsere Fotobuch-Vorlage von Influencerin Carina Berry, die zeigt, wie Food-Fotografie stilvoll in einem Fotobuch umgesetzt werden kann. 

Mit Tageslicht, natürlichen Materialien und etwas Übung gelingen Food-Fotos zuhause ganz unkompliziert. Und vielleicht wird aus dem nächsten Kochmoment nicht nur ein Genuss für den Gaumen, sondern auch ein persönliches Fotoprojekt, das lange Freude bereitet.

Wandkalender gestalten    ­Rezeptbuch designen

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